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Klosterstudie

Die Klosterstudie, auch Cloister-Study, ist eine Metaanalyse und zum internationalen Begriff im Zusammenhang mit der signifikanten Disparität bei der Lebenserwartung von Frauen und Männern geworden. Aus den Schlussfolgerungen können biologische F ...

Koinzidenz von Bedürfnissen

Die Koinzidenz der Bedürfnisse ist ein Begriff der Wirtschaftswissenschaft, der Tauschgeschäfte erklärt. Die Koinzidenz beschreibt ein wechselseitiges Bedürfnis, das gleichzeitig am gleichen Ort zusammenfällt und zu einem Handel führen kann. Die ...

Koketterie

Koketterie bezeichnet ein eitles oder gefallsüchtiges Verhalten oder Wesen. Der Ausdruck wurde vom Adjektiv kokett ‚gefallsüchtig abgeleitet, das jemanden "von eitel-selbstgefälligem Wesen" beschreibt, der bestrebt ist "die Aufmerksamkeit anderer ...

Kollusion (Psychologie)

Unter Kollusion versteht man in der Sozialpsychiatrie und Sozialpsychologie ein wenig reflektiertes, oft unbewusstes, meist von den dabei zusammenwirkenden Akteuren selbst weitgehend uneingestandenes "Arrangement" zweier oder mehrerer Beteiligter ...

Konstruktivität

Konstruktivität, Adj.: konstruktiv beschreibt die aufbauende, einer Entwicklung dienende Eigenschaft von Dingen oder Sachlagen bzw. die einen sinnvollen Aufbau fördernde Geisteshaltung oder Handlungsweise von Menschen. Sie ist das Gegenteil von D ...

Konzessionsentscheidung

Eine Konzessionsentscheidung ist ein subjektives Werturteil einer meist im Sport getroffenen Schiedsrichterentscheidung im Zusammenhang mit einer zuvor getroffenen umstrittenen Tatsachenentscheidung. Dabei wird unterstellt, dass der Schiedsrichte ...

Koordination

Der Begriff Koordination beinhaltet in seiner allgemeinen Bedeutung das Aufeinanderabstimmen, die gegenseitige Zuordnung verschiedener menschlicher, sozialer, wirtschaftlicher oder technischer Vorgänge. Die Zusammenarbeit von Menschen oder Gruppe ...

Kränkung

Mit dem Begriff Kränkung wird die Verletzung eines anderen Menschen in seiner Ehre, seinen Werten, seinen Gefühlen, insbesondere seiner Selbstachtung bezeichnet. Johann Christoph Adelung bezeichnet in seinem Grammatisch-kritischen Wörterbuch der ...

Kreativität

Kreativität ist die Fähigkeit, etwas zu erschaffen, was neu oder originell und dabei nützlich oder brauchbar ist. Darüber hinaus gibt es verschiedene Ansätze, was Kreativität im Einzelnen auszeichnet und wie sie entsteht. Das Wort Kreativität bez ...

Kritik

Unter Kritik versteht man die Beurteilung eines Gegenstandes oder einer Handlung anhand von Maßstäben. Wie die Philosophin Anne-Barb Hertkorn ausgeführt hat, ist Kritik damit "eine Grundfunktion der denkenden Vernunft und wird, sofern sie auf das ...

Kummerkasten

Der abstrahierende Begriff Kummerkasten bezeichnet jede Form von Behältnis, das für einen oder mehrere Individuen als Aufbewahrungsort für Kritik oder seelisch belastende Gedanken und Gefühle gilt. Dabei kann es sich auch um einen Kasten im wörtl ...

Leumund

Als Leumund u, ‚Laut, Schall, Ruf) bezeichnet man die aus der Meinung anderer resultierende soziale Einschätzung, den Ruf und das Ansehen. Ein guter Leumund wird in Gesetzestexten oder Kommentaren dazu häufig als Unbescholtenheit bezeichnet.

Leutseligkeit

Als Leutseligkeit bezeichnet man das offene, gemütvolle und gesprächige, auch joviale Verhalten von Personen, die gern im Mittelpunkt einer Gruppe stehen.

Liminalität

Liminalität ist ein vom Ethnologen Victor Turner geprägter Begriff. Er beschreibt einen Schwellenzustand, in dem sich Individuen oder Gruppen befinden, nachdem sie sich rituell von der herrschenden Sozialordnung gelöst haben. Turner unterscheidet ...

Lob

Unter Lob versteht man die Anerkennung von Leistungen oder Verhaltensweisen durch sprachliche oder körpersprachliche Ausdrucksmittel. Lob ist auch Gegenstand lernpsychologischer, motivationspsychologischer und erziehungswissenschaftlicher Betrach ...

Löhrl-Effekt

Der Löhrl-Effekt beschreibt in der Ornithologie den Zusammenhang zwischen der Größe von Nisthöhlen und der Gelegegröße sowie dem Fortpflanzungserfolg bestimmter Vogelarten.

Markenbewusstsein

Markenbewusstsein bezeichnet das subjektive Bevorzugen von Markenprodukten durch den Konsumenten gegenüber markenlosen Waren. Mit dem Erwerb eines Markenartikels kauft der Kunde nicht nur einen Gebrauchs- oder Verbrauchsgegenstand, sondern zusätz ...

Massenpanik

Der Begriff Massenpanik bezeichnet ein Unglück mit einer großen Zahl von Beteiligten auf engem Raum, bei dem die räumliche Beengtheit mitursächlich für den Verlauf des Unglücks ist. Er legt die Vorstellung nahe, dass eine Menschenmasse bei Großve ...

Mentalität

Mentalität bezeichnet eine vorherrschende psychische Persönlichkeitseigenschaft im Sinne eines Denk- und Verhaltensmusters einer Person oder sozialen Gruppe und wird auch auf gesamte Nationen bezogen. Kulturwissenschaftler versuchen die Mentalitä ...

Militanz

Der Begriff Militanz bezeichnet sowohl eine kriegerische Haltung, ein aggressives Auftreten, eine physische Gewaltbereitschaft von Personen und Gruppen im Kampf für bzw. gegen politische oder religiöse Überzeugungen als auch eine aggressive, gewa ...

Mob

Der Ausdruck Mob bezeichnet meist pejorativ eine Masse aus Personen des einfachen Volkes bzw. eine sich zusammenrottende Menschenmenge mit überwiegend niedrigem Bildungs- und Sozialniveau. In der englischen Sprache wird diese Originalbezeichnung ...

Mobbing

Mobbing oder Mobben als soziologischer Begriff beschreibt das wiederholte und regelmäßige, vorwiegend seelische Schikanieren, Quälen und Verletzen eines einzelnen Menschen durch eine beliebige Art von Gruppe oder Einzelperson. Mobbing kann z. B. ...

Nachbarschaftshilfe

Nachbarschaftshilfe bezeichnet eine gegenseitige, unter Nachbarn gewährte Form der Hilfe und Unterstützung, bei der zumeist auf ein Entgelt in Form einer Geldzahlung verzichtet und stattdessen Gegenleistungen in ähnlicher Form erbracht werden. Na ...

Narrativ (Sozialwissenschaften)

Ein Narrativ ist eine sinnstiftende Erzählung, die Einfluss hat auf die Art, wie die Umwelt wahrgenommen wird. Es transportiert Werte und Emotionen, ist in der Regel auf einen Nationalstaat oder ein bestimmtes Kulturareal bezogen und unterliegt d ...

Nasenbohren

Unter Nasenbohren, Nasebohren, In-der-Nase-Bohren, Popeln versteht man das Einführen eines Fingers in die Nase, meist um angetrocknetes Nasensekret oder Fremdkörper zu entfernen.

Nestbeschmutzer

Als Nestbeschmutzer werden abwertend Menschen bezeichnet, die das soziale, wirtschaftliche oder politische System, in dem sie selbst leben oder tätig sind, kritisieren oder Missstände aufzeigen. Gegenstück mit positiver Besetzung ist Whistleblowe ...

Nickeligkeit

Nickeligkeit beschreibt eine starrsinnige, mutwillig rücksichtslose Charaktereigenschaft oder eine darauf zurückzuführende Handlung.

Nötigung

Nötigung bezeichnet allgemein eine unzulässige Gewaltanwendung oder Drohung, die das Opfer zu einer Handlung zwingt, die dieses nicht wünscht. Der Begriff ist in Bezug auf die Begriffe Zwang und Gewalt, rechtssprachlich die Vis absoluta und die V ...

Nüchternheit

Nüchternheit bezeichnet in der deutschen Sprache einen nüchternen Zustand oder eine nüchterne Art. Der Begriff kann sich auf verschiedene Bereiche beziehen, so etwa "nicht betrunken; keinen Alkohol getrunken habend", "ohne etwas gegessen, getrunk ...

Onkel-Tom-Syndrom

Der psychologische Fachbegriff Onkel-Tom-Syndrom bezeichnet ritualisiertes, angepasstes und unterwürfiges Verhalten von Afroamerikanern gegenüber Weißen. Der von diesem Syndrom Betroffene zeigt dabei eine so fügsame und sanftmütige Verhaltensweis ...

Opportunistisches Verhalten

Mit opportunistischem Verhalten wird in der Spieltheorie individuell nutzenmaximierendes Verhalten bezeichnet. Eine Person A erweckt bei einer Person B Vertrauen, so dass B kooperiert. A versucht daraufhin seinen Nutzen durch eine nicht-kooperati ...

Pedant

Mit Pedant oder pedantisch wird umgangssprachlich abwertend ein Mensch bezeichnet, der laut Duden "in übertriebener Weise genau; alle Dinge mit peinlicher, kleinlich wirkender Exaktheit ausführend o. Ä." sei. Abgeleitet daraus entstand das Substa ...

Petzen (Tätigkeit)

Petzen ist ein negativ konnotiertes vor allem in der Kinder- und Schülersprache gebräuchliches Wort für "verraten" oder "ausplaudern", gelegentlich auch "zutragen", "preisgeben", umgangssprachlich auch "auspacken". Das Wort ist in dieser Bedeutun ...

Philobat

Die Bezeichnung Philobat kennzeichnet einen Menschentypus, der dazu tendiert, erhebliche Wagnisse einzugehen und dies zu genießen. Der Begriff stammt von dem ungarischen Psychoanalytiker Michael Balint.

Politischer Konsum

Politischer Konsum ist ein Fachausdruck der deutschsprachigen Politikwissenschaft, der aus dem englischen Fachausdruck political consumerism abgeleitet wurde. Er bezeichnet ein spezifisches Verhalten von Konsumenten, das sich durch eine stabile, ...

Polypragmosyne

Polypragmosyne bezeichnet eine auffällige Vielgeschäftigkeit, eine Gewohnheit oder psychischen Zwang, sich in Alles und Jedes zu mischen. Zugrunde liegt meist die Kompensation von Selbstwertproblemen oder ein rigider Charakter. Gelegentlich wird ...

Proaktivität

Proaktivität ist ein durch die Übernahme des englischen Begriffs "Proactivity" entstandener Neologismus. Etymologisch ist das Wort eine Kombination von griechischem Präfix pro und lateinischem Wortstamm activus. Proaktives Handeln bezeichnet vora ...

Prüderie

Prüderie bezeichnet eine sehr empfindliche Einstellung und Engherzigkeit gegenüber Sitte und Moral. Pierers Universallexikon von 1861 beschreibt Prüderie als "auf eine übertriebene und affektierte Weise sittsam; scheinspröde, zimperlich". Im weit ...

Queen-Bee-Syndrom

Das Queen-Bee-Syndrom bezeichnet eine Reaktion von überwiegend Frauen im männerdominierten Arbeitsumfeld. Als "Bienenkönigin" werden abwertenderweise Frauen bezeichnet, die im männerdominierten Arbeitsumfeld nach individuellem Erfolg streben, sic ...

Rache

Rache ist eine Handlung, die den Ausgleich von zuvor angeblich oder tatsächlich erlittenem Unrecht bewirken soll. Von ihrer Intention her ist sie eine Zufügung von Schaden an einer oder mehreren Personen, die das Unrecht begangen haben sollen. Of ...

Radioballett

Der Begriff Radioballett wurde 2002 von Evelyn Dörr im Zusammenhang mit ihrem satirisch angelegten Charlie-Chaplin-Stück Der Mann im Mond. Ein Radioballett mit Charlie Chaplin verwendet, das am 25. Dezember 2002 vom WDR urgesendet wurde, und in e ...

Randale

Randale bezeichnet umgangssprachlich "heftigen und lautstarken Protest, Krawall, Rabatz" sowie "Ausschreitungen". Ähnlich wie das Verb randalieren schließt der Begriff sowohl die Aspekte Lärmen, Aufruhr, Unruhe-Stiften oder Unfug-Treiben als auch ...

RandsteinbeiSen

Randsteinbeißen, ugs. Bordsteinfressen, Bordsteinkick oder auch Bordsteinbreaker, beschreibt eine Gewalttat, bei der das Opfer mit seinem Mund bzw. seinen Zähnen an einer festen Stelle – meist einem Bordstein – fixiert und in den Nacken getreten ...

Rationalitätenfalle

Mit Rationalitätenfalle bezeichnet man das Auseinanderfallen zwischen dem, was für das einzelne Individuum rational, vernünftig ist, und dem, was für die Gesamtheit der Individuen vernünftig ist. Voraussetzung für eine Rationalitätenfalle ist, da ...

Renitenz

Der Begriff Renitenz bedeutet Aufsässigkeit, Widerspenstigkeit, Kompromisslosigkeit, Ungehorsamkeit, Störrischkeit, Bockigkeit. Allgemein beschreibt der Begriff Renitenz ein Sozialverhalten einer Einzelperson bzw. Gruppe.

Rigidität

Rigidität bezeichnet eine Charakterstruktur, die Starrheit in der Einstellung, der Zielsetzung oder der Meinung, Unbeweglichkeit und geringe Umstellungsbereitschaft als Verhaltenstendenzen zeigt. Diese Verhaltenstendenzen werden v. a. als Kernsym ...

Rituale im Sport

Rituale im Sport werden beispielsweise beim Betrachten eines Volleyballspiels sichtbar. Der Athlet trippelt den Ball genau 3 Mal vor dem Aufschlag; nach jedem Punkt gehen die Spieler in der Gruppe zusammen, sie schlagen ein, auch wenn jemandem ei ...

Salopp

salopp ist ein Adjektiv in der Bedeutung von "unbekümmert zwanglos, die Nichtachtung gesellschaftlicher Formen ausdrückend". Ferner bezeichnet es eine betont bequeme Kleidung mit eher sportlicher als eleganter Note. Substantiviert wurde das Eigen ...

Schelte

Schelte bezeichnet im gehobenen Deutsch eine verbale Maßregelung, einen Tadel, ein strafendes Wort. Etymologisch geht das zunächst auf den deutschen und niederländischen Sprachraum beschränkte Wort auf das althochdeutsche sceltan zurück, was so v ...

Schimpfen

Als Schimpfen bezeichnet man in der Umgangssprache ein häufiges Sozialverhalten bei Menschen, das auf Ärger zurückgeht oder ihn vorgibt. In der Verhaltensbiologie bezeichnet "Schimpfen" eine Form des Drohverhaltens. Das Wort Schimpfen bedeutet au ...

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