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Beziehungen zwischen Sunniten und Schiiten

Sunniten und Schiiten bilden die zwei Hauptzweige des Islam. Die demografische Aufteilung zwischen den beiden Konfessionsgruppen ist schwierig zu bestimmen und wird je nach Quelle unterschiedlich angegeben, doch nach einer Einschätzung aus dem Ja ...

Chaibar (Feldzug)

Der Zug nach Chaibar war ein Feldzug Mohammeds gegen Chaibar, eine damals von Juden besiedelte Oase auf dem Gebiet des heutigen Saudi-Arabien etwa 150 Kilometer nördlich von Medina, im Frühjahr 628. Berichte über den Zug nach Chaibar sind ausschl ...

Charidschiten

Die Charidschiten oder Chawāridsch waren eine religiös-politische Oppositionsbewegung des frühen Islams, die in der Zeit des Aufruhrs nach der Ermordung des dritten Kalifen ʿUthmān ibn ʿAffān im Jahre 656 entstand. Die beiden Begriffe, die von de ...

Banu Chazradsch

Die Banū Chazradsch waren ein in Yathrib ansässiger arabischer Stamm, der unter ihrem Führer Saʿd ibn ʿUbāda ibn Dulaim den Propheten Mohammed nach seinem Auszug aus Mekka aufnahm. Mit dem jüdischen Stamm der Banū Qainuqāʿ hatten sie ein Bündnis ...

Al-Chirrīt ibn Rāschid an-Nādschī

Al-Chirrīt ibn Rāschid an-Nādschī war ein Kämpfer unter ʿAlī ibn Abī Tālib und Stammeschef der Banū ʿAbd al-Bait ibn al-Hārith ibn Sama ibn Luaiy, einem zu damaligen Zeiten noch recht neu zum Islam konvertierten, ursprünglich christlichen Stamm. ...

Chishtiyya

Chishtiyya, auch Tschischtiyya ist ein gemäßigter islamisch-orthodoxer Sufi-Orden, der ursprünglich aus dem indischen Raum stammt, mittlerweile aber weltweit Anhänger gefunden hat. Gründer dieses Ordens ist Abu Ishaq asch-Schami, die bekanntesten ...

Dawudi Bohras

Die Dawudi Bohras oder Dawuditen sind ismailitische Muslime. Sie sind Anhänger eines Sub-Zweiges der Tayyibi-Ismailiten. Die Tayyibiten sind einer der beiden Zweige der Mustali-Ismailiten, wobei der andere Zweig der Hafiziten ist. Die größte Must ...

Dokumente des Jerusalemer al-Haram as-sarīf

Die Dokumente des Jerusalemer al-Haram aš-šarīf oder Jerusalemer Haram-Urkunden oder Dokumente des Haram Šarīf oder kurz Haram-Sammlung oder Haram-Dokumente oder Mamlūkische Dokumente des Haram Šarīf bzw. Privaturkunden des Islamischen Museums au ...

Dschāhilīya

Dschāhilīya – auch Dschahiliya geschrieben – ist ein arabischer Begriff aus dem Vokabular des Korans, der im allgemeinen Sprachgebrauch die Zeit des altarabischen Heidentums vor dem Islam bezeichnet, dessen genaue Bedeutung allerdings unklar ist. ...

Dschihad von Ahmad b. Mohammad

Der Dschihad von Ahmad bin Mohammad begann im Jahre 1818 in der Region Massina in Mali gegen "heidnische" Fulbe und wurde später gegen "heidnische" Bambara ausgedehnt. Ziel des kriegerischen Feldzugs war die Errichtung eines islamischen Staatswes ...

Dschihad von al-Haddsch Omar

Der Dschihad von al-Haddsch Umar al-Futi in Fouta Toro und in Mali begann im Jahre 1851. Er wurde von al-Haddsch Omar, einem Anhänger der Tidschānīya-Bruderschaft geleitet. Al-Haddsch Omar kehrte 1825 von einer Pilgerfahrt nach Mekka nach Westafr ...

Al-Dschiʿrāna

Al-Dschiʿrāna oder, anders vokalisiert, al-Dschiʿirrāna, war ein kleines Dorf im Umfeld von Mekka mit zwei Gebetsstätten, deren eine, al-masdschid al-adnā, von einem Angehörigen des Stammes Quraisch erbaut worden war und deren andere, al-masdschi ...

Emirat von Tiflis

Das Emirat von Tiflis bestand von 736 bis 1080 und umfasste das heutige Ostgeorgien. Es wurde von den Arabern während ihrer Invasion Georgiens gegründet und war ein wichtiger Stützpunkt der muslimischen Herrschaft im Kaukasus. 1122 zerschlug Köni ...

Feldzug nach Tabūk

Als Feldzug nach Tabūk wird ein von Mohammed angeführter militärischer Feldzug bezeichnet, der im Oktober bis Dezember des Jahres 630 stattgefunden hat. Islamische Quellen – darunter die Prophetenbiographie des Muhammad ibn Ishaq sowie die Maghāz ...

Forschungszentrum für islamische Geschichte, Kunst und Kultur

Das Forschungszentrum für islamische Geschichte, Kunst und Kultur oder IRCICA ist ein am 23. Mai 1982 gegründetes internationales Forschungszentrum in der türkischen Stadt Istanbul. Es hat seinen Sitz im Yıldız-Palast. Es handelt sich um eine Unt ...

Futuwwa

Bei den Futuwwa-Bünden handelt es sich um korporativ ausgerichtete Organisationsformen junger Männer in islamisch geprägten Gesellschaften insbesondere des Mittelalters im vorderen Orient. Der im 8. Jahrhundert n. Chr. aufkommende Begriff "Futuww ...

Ghatafān

Die Ghatafān waren zu Zeiten Mohammeds ein bedeutender Verbund arabischer Stämme in Nadschd, im Nordosten Yathribs. Gegen sie führte Mohammed einige seiner ersten Karawanenüberfälle durch, die zwar nicht erfolgreich waren, die Ghatafan jedoch geg ...

Grabenschlacht

Die Grabenschlacht oder der Grabenkrieg war der Angriff einer Allianz der Quraisch, einiger anderer Stämme sowie abessinischer Söldner auf Medina im Jahre 627 n. Chr. Mohammed ließ – der islamischen Historiographie zufolge dem Rat Salmān al-Fāris ...

Hafiziten

Die Hafiziten sind ein Zweig der Mustaʿlī-Ismailiten. Nach dem Tod des zwanzigsten Imams der Mustaʿlī-Ismailiten, des Fatimiden-Kalifen al-Āmir, erkannte die offizielle Mustaʿlī-Daʿwa in Kairo, zusammen mit der Mehrheit der Mustaʿlī-Ismailiten in ...

Hanīf

Das arabische Wort Hanīf, Plural Hunafāʾ bezeichnet vorislamische Monotheisten auf der Arabischen Halbinsel, die weder Juden noch Christen waren. Ihre religiöse Strömung nennt man im islamischen Schrifttum al-hanīfiyya / الحنيفية / al-hanīfīya. D ...

Hidschra

Die Hidschra, auch Hedschra, bezeichnet die Flucht Mohammeds von Mekka nach Medina und seine Ankunft in Qubāʾ am 12 Rabīʿ al-awwal = 24. September 622. Sie markiert den Beginn der islamischen Zeitrechnung, die jedoch erst 17 Jahre später durch de ...

Hirā

Hirā ist ein Berg mit einer Höhle drei arabische Meilen nordöstlich von Mekka, der deswegen eine wichtige Bedeutung im Islam hat, weil hier der Prophet Mohammed nach der arabischen Überlieferung seine erste Offenbarung erhalten hat. Der Berg wird ...

Ifrīqiya

Ifrīqiya bzw. Ifrīqiyā ist die mittelalterliche arabische Bezeichnung für die Gebiete von Tunesien, Ost-Algerien und Tripolitanien. Es umfasst damit das gleiche Gebiet wie die römische Provinz Africa, wovon sich der Name Ifrīqiya auch ableitet. D ...

Internationale Sunnitenkonferenz in Grosny

Die Internationale Sunnitenkonferenz in Grosny fand Ende August 2016 statt. In der tschetschenischen Hauptstadt Grosny trafen sunnitische Religionsgelehrte mit mehr als 100 führenden islamischen Theologen aus der ganzen Welt zusammen. Teilnehmer ...

Islamische Revolution

Die Islamische Revolution, von säkularen Gruppierungen auch als "Iranische Revolution" bezeichnet, war eine vielschichtige Bewegung, die 1979 zur Absetzung von Schah Mohammad Reza Pahlavi und zur Beendigung der Monarchie im Iran führte. Sie wird ...

Islamisches Erwachen

Das sogenannte Islamische Erwachen, auch Wiedergeburt bzw. Re-Islamisierung bezeichnet das erneute Aufkeimen des Islam in der gesamten islamischen Welt, das in den 1970er Jahren begann und sich in einer größeren Religiosität sowie einem wachsende ...

Islamisierung

Islamisierung bezeichnet im historischen Sinne die territoriale Ausbreitung der islamischen Religionsgemeinschaft in deren Frühphase, die beginnend nach dem Tod des Propheten Mohammed bis ungefähr ins 10. Jahrhundert hinein stattfand. In zeitgenö ...

Islamisierung Ost-Jerusalems unter jordanischer Besatzung

Die Islamisierung Ostjerusalems unter jordanischer Besatzung beschreibt die Islamisierung Ostjerusalems während der neunzehnjährigen Besatzungszeit Jordaniens zwischen 1948 und 1967. Es war die Phase der Militärbesatzung und anschließenden Annexi ...

Kalifat

Als Kalifat bezeichnet man die Herrschaft, das Amt oder das Reich eines Kalifen, also eines "Nachfolgers" oder "Stellvertreters des Gesandten Gottes". Es stellt somit eine islamische Regierungsform dar, bei der die weltliche und die geistliche Fü ...

Kamelschlacht

Die Kamelschlacht, auch Schlacht von Basra genannt, fand am 22. Dschumada al-Ula 36 nach der Hidschra in der Region in der Nähe von Basra im heutigen Irak statt. Es handelt sich um die erste Schlacht während des Kalifats von Ali ibn Abi Taleb, de ...

Karakaslar

Die Karakaslar oder Konyosos sind neben den Izmirim und Yakubiler eine der drei Dönme -Sekten. Sie ging zu Anfang des 18. Jahrhunderts aus dieser Bewegung hervor. Kennzeichnend für sie ist eine große Geheimhaltung. Der Anführer dieser dem Islam n ...

Khanat Astrachan

Das Khanat Astrachan war ein Feudalstaat, der durch den Zusammenbruch des Reichs der Goldenen Horde entstand. Das Khanat bestand von ca. 1441 bis 1554. und hatte sein Zentrum an der Wolgamündung. Die Hauptstadt Xacítarxan lag 12 km vom heutigen A ...

Khanat der Krim

Das Khanat der Krim entstand während des machtpolitischen Zerfalls der turko-mongolischen Goldenen Horde im 15. Jahrhundert mit dem Zentrum auf der Halbinsel Krim. Um etwa 1441 gründeten die Krimtataren unter der Führung der Giray, einem Adelsges ...

Kināna

Die Kināna ibn Chuzaima sind ein arabischer Stamm, dem vor allem deswegen geschichtliche Bedeutung zukommt, weil der Mutterstamm der Quraisch ist, dem auch Mohammed angehörte. Die Gebiete der Kināna befanden sich zur Zeit Mohammeds nördlich und n ...

Kizilbasch

Die Kizilbasch, eigentlich Qizilbasch, waren seit etwa der Mitte des 15. Jahrhunderts zum Teil fanatische Anhänger des schiitischen Sufi-Ordens der Safawiden, die diese zuerst aus den turkmenischen Nomadenstämmen Āzarbāydschāns, später jedoch aus ...

Lahore-Resolution

Die Lahore-Resolution wurde am 23. März 1940 von der All-indischen Muslimliga unter Leitung von Ali Jinnah in Lahore verabschiedet. In ihr wurde auf Grundlage der Zwei-Nationen-Theorie ein eigener Staat für die indischen Muslime gefordert. Neben ...

Lehmmoscheen von Timbuktu

Bei den Lehmmoscheen von Timbuktu handelt es sich um drei Moscheen der Stadt Timbuktu in Mali. Es wird davon ausgegangen, dass ihre Ursprünge auf das 14. beziehungsweise 15. Jahrhundert zurückgehen. Seit 1988 gehören sie neben örtlichen Friedhöfe ...

Liga der arabischen und islamischen Völker

Die Liga der arabischen und islamischen Völker war der Versuch des ägyptischen Präsidenten Anwar as-Sadat, eine Gegenorganisation zur Arabischen Liga und zur Organisation für Islamische Zusammenarbeit zu etablieren. Die sogenannte Sadat-Liga best ...

Maitatsine-Bewegung

Die Maitatsine-Bewegung war eine muslimische Sammlungsbewegung im Norden Nigerias, die von dem aus Kamerun stammenden Prediger Mohammed Marwa Maitatsine gegründet wurde. In den 1970er und 1980er Jahren, insbesondere in den Jahren zwischen 1980 un ...

Mamluken

Mamluken oder Ghilman waren in vielen islamischen Herrschaftsgebieten Militärsklaven zentralasiatischer oder osteuropäischer Herkunft. Von den Abbasidenkalifen als Machtfaktor institutionalisiert, nutzten sie ihre dominierende Stellung als Heerfü ...

Māriya al-Qibtīya

Maria war keine in die Familie Mohammeds integrierte Person; sie lebte im Süden von Medina ʿĀliya, in der fruchtbaren Region von al-Quff, in einer Obstplantage der Banu Qainuqa, die Mohammed nach der Unterwerfung dieses jüdischen Stammes sich als ...

Māturīdīya

Die Māturīdīya oder Maturidi-Schule ist eine theologische Richtung des sunnitischen Islam, die sowohl in ihrer Methodologie als auch ihren theologischen Anschauungen dem Aschʿarismus ähnelt. Sie wurde von Maturidi – dem berühmten hanafitischen Ge ...

Medina

Medina ist eine Stadt mit 1.300.000 Einwohnern im westlichen Saudi-Arabien. Nach Mekka ist Medina die zweitwichtigste heilige Stadt des Islam; in der Prophetenmoschee befindet sich das Grab des islamischen Propheten Mohammed. Ein Teil der Stadt i ...

Mekka

Mekka ist eine Stadt mit 1.484.858 Einwohnern im westlichen Saudi-Arabien und mit dem Heiligtum der Kaaba der zentrale Wallfahrtsort des Islams. Jedes Jahr pilgern rund 2.5 Millionen Muslime zur Haddsch nach Mekka, während Nicht-Muslimen das Betr ...

Mohammed

Mohammed oder Muhammad, mit vollem Namen Abū l-Qāsim Muhammad ibn ʿAbdallāh ibn ʿAbd al-Muttalib ibn Hāschim ibn ʿAbd Manāf al-Quraschī, war der Religionsstifter des Islam. Er gilt im Islam als Prophet und Gesandter Gottes.

Moslemischer Sozialdienst

Der Moslemische Sozialdienst war ein islamischer Kulturverein in Österreich, in dem Araber, Türken, Bosnier und Ägypter aktiv waren. Er wurde 1962 von einigen in Österreich lebenden bosnischen muslimischen Intellektuellen in Wien gegründet. Die V ...

Mozaraber

Mozaraber ist eine Bezeichnung für Christen, die im Mittelalter unter muslimischer Herrschaft im heutigen Portugal und Spanien lebten und sich in der äußeren Lebensform den Strukturen der arabischen Gesellschaft anpassten.

Muahid

Muahid abgeleitet von Ahd, bedeutet wörtlich "Pakt-Macher, Verbündeter" und bezeichnet einen Ungläubigen, der auf islamischem Staatsgebiet lebt und die Herrschaft der islamischen Regierung anerkennt bzw. einen Ungläubigen, welcher außerhalb des i ...

Mudéjares

Die Mudejaren oder Mudéjares waren Muslime, die im Verlauf der Reconquista unter die Herrschaft der christlichen Königreiche in Spanien gekommen waren, ihre Religion weiter ausüben konnten, sich jedoch auch an ihre christliche Umgebung anpassten.

Muhacir

Muhacir, Macırlar oder Muhajir ist eine Bezeichnung für ungefähr 10 Millionen Muslime aus dem europäischen Teil des Osmanisches Reichs, die vom späten 18. bis zum 20. Jahrhundert nach Anatolien einwanderten. Fünf bis sieben Millionen muslimische ...

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