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Rhea Silvia

Rhea Silvia war die Tochter von Numitor Silvius, dem König von Alba Longa. Der Bruder von Numitor, ihr Onkel Amulius, setzte den König ab, tötete dessen Söhne und machte Rhea Silvia zu einer Vestalin. Die Weihe zu Ehren der Göttin Vesta geschah, ...

Sibylle (Prophetin)

Eine Sibylle, auch fälschlich Sybille, ist dem Mythos nach eine Prophetin, die im Gegensatz zu anderen göttlich inspirierten Sehern ursprünglich unaufgefordert die Zukunft weissagt. Wie bei vielen anderen Orakeln ergeht die Vorhersage meistens do ...

Thule (Mythos)

Das antike Thule ist eine von dem antiken griechischen Entdecker Pytheas aus Massilia im 4. Jahrhundert v. Chr. beschriebene Insel, die später eine quasi-mythische Bedeutung erhielt.

Thyrsos

Der Thyrsos, seltener Thyrsosstab oder Bacchusstab ist in der griechischen Mythologie ein Stab, der als Attribut von Dionysos und seinen Begleitern, den Mänaden und den Satyrn, getragen wird.

Völva

Völva ist der altnordische Begriff für eine Seherin, Wahrsagerin, Hexe, Zauberin, Prophetin oder Schamanin. In der germanischen Mythologie ist sie auch als Wala bekannt.

Yeti

Als Yeti oder Schneemensch bezeichnet man ein zweibeiniges, behaartes Fabelwesen des Himalaya. Die Sherpa leiten sich den Begriff aus Ye ‚Fels und The ‚Tier her. In Tibet wird der Yeti als Migö oder auch Gang Mi bezeichnet. Die Lepcha haben viele ...

Abendstern

Als Abendstern wird das nach Sonnenuntergang hervortretende hellste Gestirn außer dem Mond bezeichnet, insbesondere der Planet Venus, wenn er am Abend sichtbar ist für etwa sieben Monate im 19-Monate-Zyklus. War Venus monatelang Abendstern, wande ...

Metamorphose (Mythologie)

Metamorphose in der Mythologie bezeichnet den Gestaltenwechsel oder die Verwandlung einer Gottheit, eines mythischen Wesens oder eines Menschen, seltener von Tieren oder Objekten. Diese kann vorübergehend oder dauerhaft sein. Häufig verläuft die ...

Samenraub

Samenraub definiert der Duden seit 2013 als "Beschaffung von Sperma eines Mannes durch eine Frau in der Absicht, es ohne dessen Zustimmung zur Befruchtung eigener Eizellen zu verwenden". Der Begriff wurde 2001 in die mediale Diskussion um die Ums ...

Schatten (Mythologie)

Schatten ist in den mythologischen Vorstellungen vieler Kulturen ein Begriff für das Spiegelbild der Seele, für das "zweite Ich" des Menschen, für dessen Doppelgänger oder Ebenbild, das meist in einem jenseitigen "Reich der Schatten" angesiedelt ...

Theomachie

Theomachie bezeichnet gemeinhin den Kampf zwischen verschiedenen Göttern oder die Auflehnung gegen einen Gott. Theomachie ist meist in die Vorgänge der Theogonie eingebunden.

Tierregen

Der Begriff Tierregen bezeichnet ein seltenes meteorologisches Phänomen, bei dem Tiere vom Himmel "regnen". Hierüber liegen historische Berichte und moderne Belege aus vielen Ländern der Welt vor. Eine Hypothese, die zur Erklärung des Phänomens a ...

Urmaterie

Urmaterie oder Urstoff ist ein alter Begriff für einen ungeformten Stoff, aus dem durch den Einfluss von Göttern oder Kräften das Universum entstanden ist. Vorstellungen von einer Urmaterie sind Bestandteil zahlreicher alter Mythen und philosophi ...

Abbé

Abbé ist in Frankreich eine seit dem 17. Jahrhundert gebräuchliche Anrede für katholische Diözesanpriester, die in der Hierarchie der Kirche keinen besonderen Rang bekleiden. Außerdem ist abbé das französische Wort für Abt, bezeichnet also den Vo ...

Abtei

Im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation hießen Abteien, die direkt dem Kaiser unterstanden, Reichsabteien. Eine Fürstabtei war eine Abtei mit Rechten eines Fürstentums und mit einem Fürstabt als Vorsteher, z. B. die Abtei Prüm.

Abtpräses

Den Titel Abtpräses, historisch auch erster Präsident, trägt im deutschsprachigen Raum der Leiter einer monastischen Kongregation der Benediktiner und der Zisterzienser der allgemeinen Observanz. Er gehört zu den Höheren Oberen superiores maiores ...

Abtprimas

Abtprimas nennt man seit dem späten 19. Jahrhundert den Leiter einer Ordenskonföderation. Eine Konföderation ist der Zusammenschluss verschiedener Ordenskongregationen, die wiederum von den einzelnen ihnen anhängenden Klöstern gebildet werden. De ...

Abtbischof

Ein Abtbischof ist ein Abt, der auch die Bischofsweihe empfangen hat. Er ist als Abt der Leiter einer Abtei und meistens gleichzeitig als Bischof der Leiter eines Bistums. Im frühen Christentum in Europa gab es auch Abteien, deren Äbte den Bischo ...

Erzabt

Ein Erzabt ist in der Regel der Abt eines Klosters, das den Rang einer Erzabtei hat. Ein Erzabt behält seinen Titel auch nach seiner Emeritierung bei.

Generalabt

Generalabt nennt man in einigen Mönchs- oder Chorherrenorden den leitenden höheren / höchsten Ordensoberen. Als Abt besitzt er in der Regel die Abtsweihe.

Konsistorialabtei

Eine Konsistorialabtei ist ein Kloster, dessen Abt nicht vom Bischof der zuständigen Diözese bestätigt werden muss, sondern nur vom Papst. Man spricht hier auch von Exemtion. Im Mittelalter war die Ernennung einer Abtei zur Konsistorialabtei ein ...

Reichsprälat

Als Reichsprälaten bezeichnete man die Äbte, Äbtissinnen sowie Pröpste und Prioren der reichsunmittelbaren Klöster, Kartausen, Abteien, Domkapitel, Kollegiat- und Frauenstifte im Heiligen Römischen Reich, die direkt dem Kaiser unterstanden. Sie w ...

Territorialabtei

Eine Territorialabtei oder Gebietsabtei, Gefreite Abtei, Exemte Abtei) ist eine Abtei mit bistumsähnlicher Funktion. Sie kann immediat oder einer Kirchenprovinz zugeordnet sein. Ihr Abt besitzt die Jurisdiktionsgewalt eines Bischofs, nicht aber d ...

Abtswahl bei den Benediktinern

Die Abtwahl, die Wahl des Leiters eines Klosters, ist im Kapitel 64 der Benediktusregel beschrieben. Danach soll die geeignetste Person aus dem Kreis der Mönche einmütig zum Abt bestimmt werden. Dabei kam der sanior pars, dem "kleineren Teil der ...

Diamantweg

Das deutsche Wort Diamantweg ist eine Lehnübertragung des Sanskritbegriffes vajrayāna. Der Begriff Diamantweg wird im deutschsprachigen Raum hauptsächlich für die von Ole Nydahl gegründeten Diamantweg-Zentren verwendet, deren Lehrpräsentation als ...

7-Klöster-Weg

Der 7-Klöster-Weg verbindet sieben bestehende oder ehemalige Klöster im Dachauer- und Wittelsbacher Land miteinander. Der gut 100 km lange Weg, der für Fahrradfahrer gedacht ist, führt durch die Landkreise Aichach-Friedberg und Dachau.

Alumnat

Alumnat oder Alumneum ist eine historische Bezeichnung für Schulen mit Unterbringungsmöglichkeiten, vor allem an Gymnasien und höheren Schulen. In der Gegenwart wird meist der Begriff Internat verwendet. In einigen Orten haben sich historische Be ...

Zentralkloster

Aussterbekloster ist die Bezeichnung für ein Kloster, das aufgrund staatlicher Regulierung keine Novizen mehr aufnehmen darf. Das Kloster bleibt nur so lange bestehen, wie noch Ordensleute am Leben sind. Zentralkloster meint ein Kloster, das Orde ...

Carta Caritatis

Die Carta Caritatis ist das Verfassungsdokument des Zisterzienserordens. Das Dokument regelt die Beziehungen der Zisterzienserklöster untereinander. Es wurde 1119 von Papst Calixtus II. approbiert und gelangte um 1155 zu seiner gereiften Form. Al ...

Chor (Architektur)

In der sakralen Architektur bezeichnet der Chor, auch Chorraum, Presbyterium oder Altarraum genannt, jenen Platz in Kirchen, der den Hauptaltar umgibt und der früher dem Klerus oder den Ordensgemeinschaften zur Feier des Stundengebets vorbehalten ...

Clas (Wales)

Clas war die Bezeichnung für eine Kirche einheimischer Bauart im frühen mittelalterlichen Wales. Im Unterschied zu späteren normannischen Klöstern, welche gewöhnlich aus einer Kirche als Hauptgebäude und weiteren kleineren Nebengebäuden wie Kreuz ...

Definitorium

Definitorium ist bei einigen Ordensgemeinschaften ein Beratungs- und Entscheidungsgremium, das den General oder Provinzial in allen wichtigen Ordensangelegenheiten unterstützt und mit ihm oder statt seiner die Visitation der Klöster zu besorgen h ...

Doppelkloster

Als Doppelkloster bezeichnete man einen Klosterbezirk, in dem Mönche und Nonnen unter der Leitung eines gemeinsamen Ordensoberen lebten, wobei jedoch die männlichen und weiblichen Kommunitäten einer strengen Trennung unterlagen. Das einzige heute ...

Einkleidung

Als Einkleidung bezeichnet man die Übergabe einer Arbeits- oder Dienstbekleidung an die Person, die den Dienst leisten soll. Im Christentum ist die Einkleidung in der Tradition der Ordensgemeinschaften die in einen Ritus gekleidete Übergabe des O ...

Evangelische Räte

Die evangelischen Räte sind Ratschläge, die Jesus Christus im Evangelium denen gab, die, wie in Mt 19.21 beschrieben, "vollkommen sein" wollten. Ihre Befolgung ist für Christen nicht zur Erlangung des ewigen Lebens notwendig. Sie beruhen auf der ...

Fraternität

Eine Fraternität bezeichnet im neueren Sprachgebrauch christlicher Kirchen die klösterliche Hausgemeinschaft einer Ordensgemeinschaft oder geistlichen Gemeinschaft. In der Regel bewohnen Fraternitäten Wohnungen in normalen Wohnhäusern und haben s ...

Friedgarten

Als Friedgarten wird zuweilen der von den Konventsgebäuden und der Kirche eines Klosters umschlossene Innenhof bezeichnet, der in der Klausur liegt und vom Pforten- und Gästebereich aus nicht eingesehen werden kann. Klostergrundrisse orientierten ...

Gehorsam (Gelübde)

Der Gehorsam im christlichen Sinne eines Evangelischen Rates bzw. eines in einer Ordensgemeinschaft oder dem Bischof gegenüber versprochenen Gelübdes geht davon aus, dass nur die dem Willen Gottes gegenüber gehorsame Person wirklich frei wird für ...

Guimpe

Die Guimpe, bezeichnet das rund abschließende oder viereckig geschnittene Brusttuch beim Habit von Nonnen und Ordensschwestern. Die Guimpe kann zum Beispiel aus einem leinernen Umlegekragen über oder unter der Tunika des Habits bestehen. Bei manc ...

Habit

Der Habit ist die Tracht einer Ordensgemeinschaft, meist in der katholischen Kirche. Aber auch einige Ordensgemeinschaften der anglikanischen Kirche tragen einen Habit. Das Wort ist vom lateinischen habitus "Haltung, Gestalt" abgeleitet.

Hauskloster

Ein Hauskloster ist ein Kloster, das in einer besonderen Beziehung zu einer Adelsfamilie steht. Oft, aber nicht immer, wurde das spätere Hauskloster von der entsprechenden adligen Familie gegründet. In jedem Fall ließ diese Familie dem Kloster zu ...

Kartause

Eine Kartause ist ein Kloster des Kartäuserordens. Die Bezeichnung Kartause leitet sich von dem lateinischen Cartusia für den Gründungsort der ersten Kartause ab, das im Jahr 1084 entstandene Stammkloster La Grande Chartreuse.

Klausur (Kloster)

Klausur bezeichnet den abgegrenzten, den Ordensangehörigen vorbehaltenen Bereich, den das Ordensmitglied nur mit vorheriger Erlaubnis seines Oberen verlässt. Außenstehende dürfen diesen Bereich nur unter bestimmten Voraussetzungen zeitweilig betr ...

Klosteralltag (Zisterzienser)

Der Alltag in den kontemplativen christlichen Klöstern ist geprägt von einem Rhythmus von Gebet und Arbeit, der strukturiert wird von den Horen des Stundengebets. Am Beispiel des Zisterzienserklosters Maulbronn soll hier gezeigt werden, wie der A ...

Klostergut

Unter einem Klostergut versteht man die zu einem Kloster gehörenden Grundstücke und andere Besitztümer. Sie wurden immer als Kirchengüter betrachtet und genossen gleiche Privilegien. Zu ehemaligen oder bestehenden Klostergütern zählen Klostergut ...

Klosterzelle

Eine Klosterzelle, ist ein Zimmer oder sogar ein mit dem Kloster verbundenes kleines Haus im Klausurbereich des Klosters, in dem ein Ordensmann oder eine Ordensfrau lebt. Die Zellen bzw. der Zellengang, der Dormitorium genannt werden kann, ist ze ...

Koinobitentum

Koinobitentum bezeichnete ein Mönchsleben, in dem die besitzlosen Mönche "gemeinsam unter einem Dach lebten" und durch eine Mauer von der Außenwelt getrennt waren. Die Leitung übernahm ein Archimandrit oder Abt, der ein oder mehrere Gemeinschafts ...

Konvent (Kloster)

Ein Konvent ist eine Niederlassung einer Ordensgemeinschaft, die aus weiblichen oder männlichen Ordensleuten besteht. Sowohl die Gesamtheit der Angehörigen einer solchen Gemeinschaft als auch die Gebäude, in denen die Gemeinschaft lebt, können Ko ...

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Übersetzung